Theodor (1819-1901)
Nach Studium in Dorpat und Königsberg Jurist am kurländischen
Hofgericht in Mitau, später am livländischen Hofgericht
in Riga; Staatsrat; Mitbegründer, zeitweilig Redakteur
der "Baltischen Monatsschrift"; mit liberalen Forderungen
Vorkämpfer gegen Positionen der Ritterschaften.
"Nachrichten über die Familie von Boetticher", Nr.
56;
Deutsch-baltisches Biographisches Lexikon, 1970. S. 88.
Friedrich (1820-1902)
Gründete nach Studium in Dorpat 1854 eine Verlagsbuchhandlung
in Dresden, der später eine Kunsthandlung angeschlossen wurde.
Als Ergebnis seiner kunsthistorischen Studien erschien 1891 bzw. 1901
das Lebenswerk "Malerwerke des 19. Jahrhunderts".
"Nachrichten über die Familie von Boetticher", Nr.
76;
Deutsch-baltisches Biographisches Lexikon, 1970, S. 87.
Theodor (1830-1904)
Erwarb nach Ausbildung zum Landwirt in Deutschland 1859 das Rittergut
Groß-Spirgen (heute Spirgus in Lettland), das er in über
40-jähriger Tätigkeit wesentlich modernisierte; 1882 zusätzlich
Erwerb des Gutes Dsernowitz im russischen Gouvernement Witebsk (heute
Weißrussland).
"Nachrichten über die Familie von Boetticher", Nr.
79.
Emil (1836-1907)
Nach Studium in Dorpat, Heidelberg und Berlin seit 1868 Ratsherr,
seit 1881 Bürgermeister von Riga; maßgeblich beteiligt
an den Erneuerungsarbeiten des dortigen Doms, woran noch heute eine
Gedächtnistafel im Altarchor erinnert; erster Vorsitzender des
1906 gegründeten Geschlechtsverbands.
"Nachrichten über die Familie von Boetticher", Nr.
83;
Deutsch-baltisches Biographisches Lexikon, 1970, S. 86/87.
Elisabeth (1824-1867)
heiratete 1842 in Kuckschen August von Bilderling, mit dem sie hier abgebildet ist. Das Foto stammt von Bernardo von Bilderling aus Buenes Aires.
"Nachrichten über die Familie von Boetticher", Nr.
85.
Maria (1821-1854) und Olga (*1846)
Nach Ausbildung in St. Petersburg wurde Johann (1816-1849) Hauptmann
beim Ingenieur-Korps für Wegekommunikation in Irkutsk (Sibirien),
wo er heiratete und starb. Von dem dort in Verbannung lebenden Dekabristen
N. Bestužev stammt ein Ölgemälde seiner Witwe Maria, geborene
Trapeznikowa (1821-1854) und seiner Tochter Olga (*1846), das noch
heute in Irkutsk zu sehen ist.
I. S. Zil'berštein: Chudožnik dekabrist Nikolaj Bestužev, Moskau 1977,
S. 500;
"Nachrichten über die Familie von Boetticher", Nr.
50 und 98.
Rudolph (1842-1914)
Übernahm nach Studium in Heidelberg und Berlin 1868 das väterliche
Gut Kuckschen (heute Kuksas in Lettland); 1882 Aufnahme in die Kurländische
Ritterschaft; zahlreiche Veröffentlichungen zu landwirtschaftlichen
Themen; seit 1905 in Riga; 1907-1914 Vorsitzender des Geschlechtsverbands.
"Nachrichten über die Familie von Boetticher", Nr.
90.
Walter (1853-1945)
Nach Studium in Würzburg, Marburg und Jena Arzt in Sachsen;
veröffentlichte zahlreiche Abhandlungen zur Geschichte
der Oberlausitz; 1912-1923 erschien als sein Lebenswerk die
"Geschichte des Oberlausitzer Adels und seiner Güter
1635-1815"; 1904 Eintrag ins sächsische Adelsbuch.
"Nachrichten über die Familie von Boetticher", Nr.
122.
Hugo (1864-1943)
Nach Studium in Dorpat sowie weiterer Ausbildung in Deutschland und
Moskau Jurist bei der Staatsanwaltschaft in verschiedenen russischen
Gouvernements, seit 1897 im Justizministerium in St. Petersburg; Geheimrat;
1912 Erwerb des Rittergutes Kussen in Livland (heute Kusa
in Lettland); seit 1919-1930 beteiligt am Aufbau der Justizverwaltung
in Lettland; 1934 Erwerb des Restgutes Kuckschen (heute
Kuksas in Lettland); 1919-1937 Vorsitzender des Geschlechtsverbands.
"Nachrichten über die Familie von Boetticher", Nr.
131;
Deutsch-baltisches Biographisches Lexikon, 1970, S. 88.